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30 Tage bei Einreise ohne Visum auf dem Landweg für ALLE

Jan 10, 2017 | Reise-News, Visa & Immigration, Visa Nachrichten | 0 Kommentare

Gute Nachrichten gibt es von der thailändischen Visafront zwar leider selten. Aber hier sind ausnahmsweise mal welche – zumindest für nicht-deutsche Deutschsprachige, die gern mal einen „border run“ an die kambodschanische Grenze unternehmen und nach Thailand ohne Visum wiedereinreisen.
Seit Anfang 2017 nämlich bekommen nun u.a. auch Schweizer und Österreicher wieder eine visumfreie Aufenthaltserlaubnis von 30 Tagen in Thailand, wenn sie auf dem Landweg in das Königreich einreisen, ohne sich vorab ein Visum besorgt zu haben.

Bis zum 31. Dezember 2016 bekamen nur Russen und Urlauber aus G7-Staaten (= Deutsche, Briten, Italiener, Franzosen, US-Amerikaner, Kanadier und Japaner) 30 Tage in den Reisepass gestempelt, wenn sie ohne Visum auf dem Landweg einreisten.
Österreicher, Schweizer usw. bekamen einen 30-Tage-Einreisestempel bloß dann, wenn sie über einen Airport nach Thailand (wieder) einflogen. Bei Einreisen über den Landweg gab es hingegen nur schlappe 15 Tage.
Dieser Doppelstandard wurde nun aufgehoben.

Visumfreiheit bei touristischem Aufenthalt in Thailand von bis zu 30 Tagen

Unter dem Stichwort „visa exemption“ oder Visumfreiheit dürfen Besucher aus mehr als 40 Staaten auch ohne ein Visum nach Thailand einreisen. Bei der Einreise gibt es einfach einen kleinen Einreisestempel mit einer Aufenthaltsgenehmigung von 30 Tagen in den Pass.
Diese jahrzehntealte Regelung ist unbürokratisch und praktisch, fördert den Tourismus und erspart Kurzzeiturlaubern außer Visumgebühren vor allem den lästigen Gang zur Botschaft.

Aber gerade weil das so herrlich praktisch war, wurde die Visumfreiheit für rein touristische Zwecke natürlich auch oft und gerne „ausgenutzt“; oder so sahen und sehen das zumindest die Herren vom thailändischen Innenministerium.
Vor kaum zehn Jahren nämlich was es noch gängige Praxis, dass nicht nur Langzeiturlauber alle 30 Tage im Minibus an die kambodschanische Grenze fuhren und sich so – schnell raus aus Thailand und postwendend sofort wieder rein – dauerhaft im Königreich aufhielten.
Auch Farangs, die quasi in Thailand lebten und sich evtl. ein illegales Zubrot verdienten, für das sie eigentlich ein entsprechendes Langzeit- oder gar Arbeitsvisum benötigten, machten gerne von „border runs“ Gebrauch.
Wo die Visumfreiheit ausschließlich touristischen Zwecken dienen sollte, wurde diese also von Quasi-Residenten zum schier unbegrenzten Daueraufenthalt „missbraucht“.

Verstärktes Vorgehen gehen Dauerurlauber ohne Visum

Ab ca. 2008 schob die thailändische Einwanderungsbehörde dieser Praxis dann zunehmend einen Riegel vor.
Wer als Urlauber ohne Visum nach Thailand einreisen durfte, bekam bei Einreisen über den Landweg plötzlich nämlich nur noch 15 Tage in den Pass gestempelt. 30 Tage gab’s nur noch bei der Einreise an internationalen Flughäfen.
Vor ein paar Jahren wurde diese Regelung zwar wieder gelockert, allerdings bloß für Russen und Bürger von G7-Staaten (also auch Deutsche), die seither auch an Grenzübergängen wie z.B. der kambodschanischen Grenze wieder 30-Tage Einreisestempel erhielten.
Österreicher, Schweizer, Luxemburger usw. hatten davon aber rein gar nichts. Die bekamen weiterhin nur 15 Tage, wenn sie ohne Visum auf dem Landweg einreisten.

Zudem wurde auch verstärkt gegen „professionelle“ Dauertouristen vorgegangen, die alle paar Wochen mal kurz über die kambodschanische Grenze marschierten, nur um sogleich wieder einzureisen und sich weiterhin visumfrei in Thailand aufzuhalten.
Wie viele aufeinanderfolgende „border runs“ oder Aus- und sofortige Wiedereinreisen ohne Visum auf dem Landweg zulässig sind, wurde aber erst letzten Monat deutlich formuliert.
Da gab das Innenministerium nämlich bekannt, dass visumfreie Einreisen über den Landweg auf höchstens zwei Einreisen pro Kalenderjahr beschränkt sind. Nur noch wer nach Thailand einfliegt, darf beliebig oft pro Kalenderjahr ohne Visum ins Königreich einreisen.

30 Tage bei Einreise ohne Visum auf dem Landweg – jetzt auch wieder für Schweizer und Österreicher

Ausnahmsweise wurden die Einreisebestimmungen zum 31. Dezember letzten Jahres aber nicht nur verschärft, sondern zugleich auch wieder gelockert.
Wie erst zu Silvester von Thaivisa berichtet wurde, bekommen laut eines Beschlusses des thailändischen Innenministeriums fortan nämlich nicht mehr nur Russen und Bürger von G7-Staaten, die auf dem Landweg ohne Visum nach Thailand einreisen, eine automatische Aufenthaltsgenehmigung von 30 Tagen, sondern Bürger ALLER Staaten, deren Angehörige das Königreich ohne Visum und zu rein touristischen Zwecken bereisen dürfen.

Die Regelanpassung ist ab dem 31. Dezember 2016 in Kraft und hängt an allen Immigration Checkpoints u.a. an der thailändisch-kambodschanischen Grenze aus.
Im Klartext heißt das: Auch Österreicher, Schweizer, Luxemburger etc., die ohne Visum auf dem Landweg einreisen, dürfen sich nun wieder bis zu 30 Tagen zu „touristischen Zwecken“ in Thailand aufhalten.

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