Pattaya City Schriftzug am Bali Hai Pier
Pattaya Ladyboy

Touristenvisum nur noch mit einfacher oder mehrfacher Einreise

Dez 10, 2015 | Reise-News, Visa & Immigration, Visa Nachrichten | 0 Kommentare

Ab November 2015 gibt es das beliebte Touristenvisum (TR) für Thailand nur noch mit einfacher oder mehrfacher/multipler Einreise. Das von Langzeiturlaubern gerne benutzte Touristenvisum mit zwei Einreisen wurde zugleich abgeschafft.
Das neu eingeführte METV (das steht für Multiple-Entry Tourist Visa) ist zudem ganze sechs Monate gültig, d.h. bei jeder Einreise ins Königreich innerhalb der Gültigkeitsdauer des neuen Visums wird eine Aufenthaltsgenehmigung von 60 Tagen bewilligt. Diese können dann bei Bedarf auf der Immigration nochmals um jeweils 30 Tage verlängert werden.

Einreisen – daher ja der Name des neuen Touristenvisums – darf man dabei so oft man eben will und solange das Visum gültig bleibt, d.h.  volle sechs Monate lang ab Ausstellungsdatum. Wer am letzten Tag der sechsmonatigen Gültigkeitsdauer also nochmal einreist, kann das METV auf maximal acht oder neun Monate erweitern.
Auf den ersten Blick klingt das gut. Es gibt aber leider ein paar Haken.

So wurde zum 12. November, als das METV erstmals erhältlich wurde auf thailändischen Botschaften und Konsulaten weltweit, gleichzeitig das altbewährte Touristenvisum mit doppelter Einreise abgeschafft, das vor allem bei Langzeiturlaubern beliebt war.
Die Vorteile des „double entry“ Touristenvisums waren im Wesentlichen die geringen (auch finanziellen) Anforderungen an den Antragsteller – es gab eigentlich keine – und die relativ niedrige Gebühr.
Außerdem konnte man die zwei Einreisen (also zweimal 60 Tage) bei jeweiliger Verlängerung um 30 Tage auch problemlos auf annähernd sechs Monate erweitern. Der Zeitgewinn, den das METV Thailand-Reisenden verspricht, ist also nur geringfügig.
Und das leitet sogleich zum nächsten Haken über – nämlich dem, den das neue Touristenvisum mit mehrfacher Einreise langzeit-urlaubsteifen Antragstellern vor allem in finanzieller Hinsicht stellt.

Das METV ist nämlich nicht nur verhältnismäßig teuer und kostet schlappe 150 Euro bzw. 185 CHF. (Das TR mit einfacher Einreise kostet nur 30 Euro, also gerade mal ein Fünftel.)
Antragsteller müssen auf der Botschaft auch einen Vermögensnachweis in Form eines aktuellen Kontoauszugs erbringen. Laut der Vorgaben des thailändischen Außenministeriums müssen Reiselustige einen Mindestbetrag von 5.000 Euro (7.000 CHF) pro Person auf einem Bankkonto in ihrem Heimatland nachweisen. Wer soviel zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht auf seinem Konto hat, wird sich mit einer einfache Einreise begnügen müssen.
Zumindest in der Schweiz müssen Antragsteller diesen Betrag auch für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten nachweisen, d.h. wenn zu irgendeinem Zeitpunkt während des letzten halben Jahres der Kontostand diesen Mindestbetrag unterschritten hat, kann eine Beantragung abgewiesen werden.

Arbeitnehmer müssen zudem eine Arbeitsbescheinigung ihres Arbeitsgebers vorlegen. Nicht beschäftigte Antragsteller müssen alternativ dazu die finanzielle Bürgschaftserklärung einer dritten Person vorbringen. Selbständige werden evtl. ihre Steuerklärung vorlegen müssen.
Außer einer Kopie der Flugbestätigung – einschließlich Rück- oder Weiterflug – bzw. eines Bus- oder Bahntickets in ein Nachbarland, muss auch zumindest eine Hotelbuchung am Aufenthaltsort in Thailand nachgewiesen werden. Wer bei Bekannten oder seiner Thai-Freundin wohnt, wird eventuell um entsprechende Belege gebeten oder könnte abgewiesen werden.

Der Hauptunterschied zum guten alten „double entry“ Touristenvisum liegt aber in der Einschränkung der Botschaften und Konsulate, wo es für Thailand-Reisende erhältlich ist. Wer nämlich hofft, z.B. als Deutscher das METV in Laos oder Kambodscha beantragen zu können, anstatt erst nach Deutschland fliegen zu müssen und das METV dort zu beantragen, wird enttäuscht sein.
Anders als das Touristenvisum mit einfacher/doppelter Einreise, das man unabhängig von seiner Staatsangehörigkeit auch auf Konsulaten in Südostasien beantragen kann/konnte, gibt es das METV nämlich nur im jeweiligen Heimatland des Antragstellers bzw. dort wo er nachweislich seinen Wohnsitz hat.
Für Deutsche heißt das im Normalfall: Wer ein METV beantragen möchte, der solle dies bitteschön auch in Deutschland tun.
Eine Alternative für Dauerurlauber unter Fünfzig, die sich dauerhaft/ununterbrochen in Thailand/Südostasien aufhalten möchten und nicht für jedes neue Visum nach Europa fliegen wollen, und für die keines der gängigen Langzeitvisa in Frage kommt, ist das METV also nicht.

Angesichts nicht nur der finanziellen Hürden bei der Antragstellung bleibt also abzuwarten, ob sich das METV bei Langzeittouristen ähnlicher Beliebtheit erfreuen wird wie das gute alte Touristenvisum mit doppelter Einreise, das so mancher alter Thailand-Hase, der die Fünfzig noch nicht überschritten hat, in Zukunft wohl schmerzlich vermissen wird.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Pin It on Pinterest

Share This